Blut und Oel - Die Kriege um das schwarze Gold

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Der Film verfolgt die Ölspur, die sich wie ein schwarzer Faden durch die Kriege des 20. Jahrhunderts zieht. Längst nicht alle Kriege wurden um den Rohstoff Erdöl geführt, doch seit 1914 konnte kein Krieg mehr ohne Öl gewonnen werden. Öl ist der Treibstoff, der die Kriegsmaschine schmiert. Öl ermöglicht auch in modernen High-Tech-Kriegen die Mobilität der Kriegsparteien und entscheidet mit über Sieg und Niederlage.
Ein Grund für Deutschlands Niederlage im 1. Weltkrieg war, dass die Reichswehr an der Front immer unbeweglicher wurde, während die Alliierten noch über einen ausreichenden Nachschub an Öl verfügten.
Im 2. Weltkrieg sind die Ölfelder der Welt erstmals auch ein Kriegsziel unter anderen. Im Irak liefern sich Deutsche und Briten Gefechte. Hätte die Wehrmacht die sowjetische Öl-Metropole Baku erobert, hätte der Krieg eine andere Wendung nehmen können.
In der Nachkriegsordnung nach 1945 verlaufen die Frontlinien zwischen Ölförderländern und Öl verbrauchenden Industrieländern. Erstere versuchen durch Verstaatlichung der Quellen ihren Teil am Ölreichtum zu erhalten. Letztere kontern mit militärischem Eingreifen und Handelsboykott. Beim Putsch gegen den persischen Präsidenten Mossadegh, bei der Verstaatlichung des Suez-Kanals durch den ägyptischen Präsidenten Nasser, im nigerianischen Bürgerkrieg um Biafra - immer sind die Großmächte des kalten Krieges und ihre Ölinteressen mit im Spiel. Die OPEC schließlich setzt in den 60er und 70er Jahren das Öl auch im Krieg als Waffe ein.
Der 1. Golfkrieg zwischen Iran und Irak ist ein reiner Ölkrieg. Kein Blut für Öl lautet die bis heute umstrittene, stark vereinfachende Parole der Kriegsgegner beim 2. Golfkrieg, den die USA und ihre Verbündeten gegen den Irak führen. Ölkriege sind auch die bis heute andauernden blutigen Kämpfe zwischen der russischen Armee und den Rebellen der Kaukasusregion.

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